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Caminada gewinnt den ECKART 2016

27. Oktober 2016 10:09

DEUTSCHLAND (München) – Die Preisträger des ECKART 2016 stehen fest: Andreas Caminada, Dominique Crenn, Sebastian Copeland und der Münchner Viktualienmarkt wurden vom „Jahrhundertkoch“ Eckhart Witzigmann persönlich ausgezeichnet. Einen Ehrenpreis erhielten Julia und Tobias Moretti.

Von Ruth Preywisch

Gala zur Verleihung des Echart-Preises
Gala zur Verleihung des Eckart-Preises

Der Internationale Eckart Witzigmann Preis, kurz ECKART, hat sich in über zehn Jahren zu einer der bedeutendsten Ehrungen für herausragende Verdienste um Kochkunst und Esskultur entwickelt. Mit dem ECKART würdigt Eckart Witzigmann seit dem Jahr 2004 einzigartige Leistungen der Kochkunst und das besondere Engagement in dem facettenreichen Themenkreis der Lebenskultur.

Seit fünf Jahren wird er dabei von der BMW Group unterstützt. Die Witzigmann Akademie vergibt jährlich Preise in den Kategorien „Grosse Koch-Kunst“, „Innovation“ und „Lebenskultur“.

Seit dem Jahr 2013 gibt es zudem einen ECKART für „Kreative Verantwortung und Genuss“, dotiert von der BMW Group mit 10.000 Euro.

Die grosse Gala fand erstmals in der in der neuen BMW Group Classic überreicht. Zu dem rund 13.000 Quadratmeter grossen Areal an der Moosacher Strasse 66 gehört auch eine der ersten Produktionshallen des damals noch jungen Unternehmens.

Im Anschluss an die Preisverleihung fand ein Gala-Dinner zu Ehren der Preisträger statt, bei dem Martin Fauster, Küchenchef im Hotel Königshof in München klassische Gerichte Eckart Witzigmanns neu interpretierte.

Die Preisträger des ECKART 2016

ECKART 2016 für Grosse Koch-Kunst: Andreas Caminada, Fürstenau

Andreas Caminada wurde mit nur 33 Jahren zum jüngsten Drei-Sterne-Koch der Schweiz gekürt und hält seit 2010 mit seinem Restaurant in Schloss Schauenstein in Fürstenau dieses hohe Niveau. Sein Markenzeichen sind saisonale Alpenprodukte, die er unerwartet kombiniert.

„Kochen ist ein Handwerk, das jeder erlernen kann“, findet Andreas Caminada. Er hat deshalb die Stiftung „Fundaziun Uccelin“ (rätoromanisch „Vögelchen“) gegründet und fördert seit 2016 talentierte in- und ausländische Koch- und Servicekräfte individuell, um die Qualität der Schweizer Spitzengastronomie auch langfristig zu sichern. Auch dieses Engagement hat die Jury rund um Witzigmann überzeugt.

ECKART 2016 für Innovation: Dominique Crenn, San Francisco

Poesie und Kochkunst gehören für Dominique Crenn zusammen. Und mit dieser Verbindung hat sie sich einen exzellenten Ruf, zwei Michelin Sterne und die Auszeichnung als weltbeste weibliche Küchenchefin erarbeitet.

Die Speisekarte der Französin ist ein Gedicht, die einzelnen Speisen verbergen sich hinter Zeilen wie „Spaziergang im Wald“, „Die trägen Bewegungen dieser Geschöpfe“ oder „Ich berühre die Erde und spiele“.

ECKART 2016 für Lebenskultur: Viktualienmarkt München

Der Münchner Viktualienmarkt ist ein Aushängeschild Münchens. Rund 112 Händler bieten hier Lebensmittel, Feinkost und Blumen in erstklassiger Qualität an, rund 30 davon importieren ausserdem allerlei exotische Köstlichkeiten in die bayerische Landeshauptstadt.

Eckart Witzigmann sieht in dem Markt einen Ort der Inspiration. Stellvertretend für den ganzen Markt wurden Elke Fett, mit ihrem Stand für Trockenblumen, „Duftschmankerl“, Manuela Wilkerson von „Teltschiks Wurststand“ und Marina Bröckelt von „Marinas Feinkost“ geehrt.

ECKART 2016 für Kreative Verantwortung und Genuss: Sebastian Copeland, Los Angeles

Der Polarforscher, Umweltaktivist, Abenteurer und vielfach ausgezeichneter Fotograf Sebastian Copeland wurde von der Jury für sein Engagement gegen den Klimawandel ausgezeichnet. Seine Bilder von Reisen in die Polregionen und die ganze restliche Welt verdeutlichen die Folgen der weltweiten Erwärmung und machen sie auf besondere Weise erfahrbar, so Witzigmann.

EHRENPREIS 75 Jahre Eckart Witzigmann: Julia und Tobias Moretti, Ranggen

Der Schauspieler Tobias Morretti und seine Frau JuliaBergbauernhof in Tirol aktiv für regionale Wertschöpfung, eine nachhaltige Steigerung des allgemeinen Qualitätsbewusstseins und die Wahrung der Artenvielfalt durch alte Rassen ein.

Unter anderem züchten die Morettis die älteste Rinderrasse Tirols „Tux-Zillertaler“ für eine eigene Vermarktungslinie. „Die Morettis betreiben Landwirtschaft, so wie ich mir das vorstelle. Das ist Nachhaltigkeit im besten Sinn“, lobte Eckart Witzimann in seiner Rede.

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