zurück

Avocado

Avocado
Copyright iStockphoto @hidesy

Allgemeines

Die Avocado wird gemeinhin als Frucht bezeichnet, auch wenn es sich eigentlich per Definition um eine Beere handelt. In ihrem Innenleben beherbergt sie einen Kern, der circa die Größe eines Tischtennisballs hat. Zwar gibt es rund 15 verschiedene Sorten der Beere, jedoch sind in der westlichen Zivilisation nur zwei Arten flächendeckend verbreitet. Es handelt sich dabei um die Sorten Hass und Fuerte.

Die Fuerte-Avocado ist birnenförmig bis oval und hat eine grüne bis dunkelgrüne Schale, die sich leicht ledrig anfühlt. Die Hass-Avocado hingegen hat eine eher rundliche Form mit dunkler Schale. Je nach Reifegrad kann diese bräunlich-violett bis schwarz sein. Die ledrige Beschaffenheit der Schale haben jedoch beide Sorten gemein. In Inneren befindet sich außer dem Kern auch das Fruchtfleisch. Die Farbe ist, je nach Reifegrad, grün bis gelb und oxidiert nach dem Aufschneiden relativ schnell, was dem Fruchtfleisch, ähnlich wie bei einem Apfel, eine bräunliche Farbe verpasst. Die Avocado gehört der Familie der Lorbeergewächse an.

Herkunft

Ursprünglich ist die Avocado in Mittelamerika beheimatet. So wird das heutige Mexiko als ihr Ursprung vermutet. Außerdem waren urzeitliche Formen schon in den tropischen Gebieten des nördlichen Südamerikas bekannt. Seit über 10.000 Jahren wird die Pflanze dort kultiviert und kontrolliert angebaut. Mit der spanischen Kolonialisierung dieser Gebiete wurde die Frucht dann auch in die Karibik gebracht. Von dort aus gelangte sie rund um den Globus und wurde in Afrika, auf Madagaskar und auf den Philippinen heimisch.

Heutzutage wird die Avocado weltweit kultiviert. Anbaugebiete sind die die ursprünglichen Orte sowie alle tropischen Gebiete. Darüber hinaus wird sie in Israel, Kalifornien, Australien und Neuseeland angebaut. Außerdem befinden sich vereinzelt im Mittelmeerraum Plantagen. So auch in Südspanien und Teilen Nordafrikas. Die Avocados, die in deutschen Supermärkten gekauft werden können, kommen in der Regel aus Israel und Spanien.

Kauf, Lagerung und Zubereitung

Avocados weisen eine wesentliche Besonderheit auf. In der freien Natur fallen sie unreif vom Baum und faulen auf der Erde. Der Fäulnisprozess wird noch beschleunigt durch die Druckstellen, die sie durch den Sturz von den meterhohen Bäumen erhalten. Aus diesem Grund müssen Avocados unreif geerntet werden und gelangen in diesem Zustand in den Supermarkt.

Im Supermarkt selbst sind dann oftmals reife Avocados zu finden, das sie schon mehrere Tage in den Regalen liegen. Als Konsument tut man jedoch gut daran, zu unreifen Avocados zu greifen, um sie in den eigenen vier Wänden fachmännisch reifen zu lassen. Es empfiehlt sich Avocados auszuwählen, die einen deutlichen Grünstich in der Schale haben und besonders druckfest sind. Zuhause werden diese dann gemeinsam mit einem Apfel in Zeitungspapier gewickelt, wo sie bei Zimmertemperatur fünf bis acht Tage reifen können. Der Apfel erfüllt deswegen seinen Zweck, da er ein Gas namens Ethylen von sich gibt. Dieses unterstützt den Reifeprozess der Avocado. Nach einiger Zeit hat die Schale der Avocado eine durchgehend gleichmäßige Färbung erreicht, die natürlich von der Sorte abhängt. Außerdem gibt die Schale beim Drucktest mit dem Daumen leicht nacht. Das ist das beste Zeichen dafür, dass sie nun zubereitet werden kann.

Im besten Fall wird die Avocado der Länge nach aufgeschnitten und das Messer um den Kern herumgeführt. Wenn nur eine halbe Avocado verwendet werden soll, sollte der Kern in der Hälfte belassen werden, die weiterhin gelagert wird. Dadurch bleibt sie länger frisch. Das Fruchtfleisch kann nun auf vielerlei Arten verwendet werden. Besonders beliebt ist die Avocado als Brotaufstrich, oder das Zubereiten einer Avocadocreme nach dem Vorbild einer Guacamole. Die Rede ist von einem mexikanischen Dip, der nach Belieben verfeinert werden kann. Zu empfehlen ist auch die Verwendung als Smothie. Hier können beliebig weitere Früchte beigemischt werden.

gesundheitlicher Nutzen

Unter den Früchten sind die Avocados diejenigen, die am meisten Fett enthalten. Es handelt sich allerdings um sehr gesunde pflanzliche Fette, die gut verträglich sind. Trotzdem eignet sich die Avocado auch zur kontrollierten Gewichtszunahme und kann bei Krankheitsbildern wie Magersucht eingesetzt werden. Zudem sind die Vitamine A, Alpha- und Beta-Carotin sowie Vitamin E reichhaltig vertreten, was schon die Avocado alleine zu einer gesunden Speise macht. Der wesentliche Vorteil bietet sich jedoch in der Kombination mit anderen Vitaminbomben, weswegen auch die Idee mit dem gemischten Smothie angeführt wurde. Die pflanzlichen Fette der Avocado führen dazu, dass Vitamine und Mineralstoffe vom Körper besser aufgenommen werden können.

Weitere Themen

Feurige Avocadocreme einfach selbst zubereiten

Die Avocado kann weitaus mehr, als nur klassische Guacamole. Hinter dieser Anleitung versteckt sich eine feurige Variante des beliebten Dips.

Cäsarsalat – mit Hähnchen, Avocado und Croûtons

Der Cäsarsalat mit Hähnchen, Avocado und Croûtons eignet sich nicht nur hervorragend als Vorspeise, sondern auch als leckeres und vollwertiges Hauptgericht in der Sommerzeit.

Meine Favoriten
Nach oben

Jetzt Facebook-Fan werden und keine Story verpassen

Jetzt Facebook-Fan werden

Jetzt den Feinschmecker.com
Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand - die besten Rezepte & Storys - das Feinschmecker.com Mailing kostenlos abonnieren.

Datenschutz wird bei uns gross geschrieben - wir geben Ihre Daten niemals weiter. Der Newsletter kann jederzeit gekündigt werden.