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Reines Roggensauerteigbrot – einfach selbstgemacht

Reines Roggensauerteigbrot – einfach selbstgemacht
Copyright Lutz Geißler
415 g Roggenmehl Type 1370 für den Sauerteig
415 g Wasser (ca. 45°C) für den Sauerteig
80 g Anstellgut vom Roggensauerteig für den Sauerteig
8 g Salz für den Sauerteig
65 g getrocknetes Brot (aufgemahlen, alternativ Semmelbrösel) für das Quellstück
130 g Wasser für das Quellstück
13 g Salz für das Quellstück
625 g Roggenmehl Type 1370 für den Hauptteig
275 g Wasser (ca. 40°C) für den Hauptteig
Kalorien
90
Zubereitung
120 Min
Schwierigkeit
Mittel
0 3

Zubereitung

1
Die Sauerteigzutaten mischen und 22-24 Stunden bei ca. 20-22°C reifen lassen.
2
Das getrocknete Brot mit Wasser und Salz verrühren und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Nach 8-12 Stunden ist das Quellstück fertig.
3
Die übrigen Zutaten, das Quellstück und den Sauerteig 5-8 Minuten von Hand zu einem klebrigen, feuchten Teig verarbeiten (Teigtemperatur ca. 27°C).
4
Den Teig luftdicht abgedeckt (darf nicht austrocknen) ca. 2 Stunden Gare bei 24°C gehen lassen. Das Volumen sollte sich etwa verdoppelt haben.
5
Den Teig rundmachen. Das klappt mit den Händen am besten.
6
Den Teigling mit der Naht (dem „Schluss“) nach unten in eine mit einem bemehlten Tuch ausgelegte Schüssel (oder in einen Gärkorb) hineinsetzen.
7
Den Ofen inzwischen auf 250°C vorheizen (an ein umgedrehtes Blech oder einen Backstein im unteren Drittel des Ofens denken).
8
45 Minuten bei ca. 24°C gehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen um etwa die Hälfte vergrößert haben und erste Risse in der Teighaut zeigen.
9
Den Teigling aus der Schüssel auf ein bemehltes oder mit Backpapier belegtes Brett stürzen (die Naht zeigt jetzt nach oben).
10
Den Teigling vom Brett auf das vorgeheizte Blech oder den Backstein gleiten lassen. Bei 250°C 10 Minuten anbacken, danach auf 200°C herunter drehen und weitere 70 Minuten backen. Nach 2 Minuten Backzeit kräftig bedampfen. Den Dampf nach weiteren 2-3 Minuten wieder ablassen.
11
Das Brot sollte noch mindestens 12 Stunden auskühlen und durchziehen bevor es angeschnitten wird.

Tipps & tricks

Das Rezept ergibt einen Laib von 2 kg Gewicht. Das Brot schmeckt mild-säuerlich, bleibt über Tage saftig und aromatisch.

Wichtig ist, dass als Anstellgut (oder „Sauerteigstarter“) kein gekaufter Fertigsauerteig verwendet wird, sondern selbst gezogener oder beim Bäcker gekaufter Sauerteig. Fertigsauerteig ist meist nicht aktiv und dient nur der Säuerung, kann aber selbst den Teig nicht mehr treiben.

Über den Autor

Lutz Geißler beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit dem Brotbacken. Er legt besonderen Wert auf traditionelle Brotbackkunst.

Seine Backergebnisse veröffentlicht er regelmäßig auf seiner Internetseite www.ploetzblog.de, 2013 ist sein Buch „Das Brotbackbuch“ erschienen.

Kommentare

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Jan Zimmermmann

Danke fürs Rezept

Kathryn McMorrow

On my first try I just made half* of the recipe and overall, it is the best rye bread I have ever made, so kudos to you Lutz, and to the delighted reviewer who, having made it twice already, prompted me into action! As a bread lover, I thoroughly relate! By necessity I substituted* 3 tablespoons of natural cocoa in the spring instead of dried bread crumbs because I didn't have any to work with, and although the first aroma was of chocolate cake baking, the unmistakable scent of rye bread baking rapidly overtook the chocolate note and I think it stood as an agreeable substitute in a pinch especially when I tasted the final results: toothsome! Now I'm equipped with a deserving material to utilize for the NEXT batch when I can follow Lutz's recipe to the letter. Thank you!

Kathryn McMorrow

What, if anything, is recommendable to wrap the loaf when completely cool and aging for the 12 hours minimum? Would air circulation around it not affect the freshness? My guess is it would be fine to let the bread age wrapped in a breathable paper bag?

Gaby Bartolomeo

Ich würde mir das Rezept, speziell das Ansetzen des Sauerteiges, etwas ausführlicher wünschen. Mit dieser Beschreibung fühle ich mich leider nicht sicher genug den Versuch zu starten.

markus thums

der teig ist bei mir sehr weich geworden. schön aufgegangen aber der transfer vom korb in den ofen ist eher problematisch. ist das so gedacht udn der transfer übungssache oder braucht mein mehr weniger flüssigkeit?
lg, markus

SaBine Figge

Ich habe das Brot jetzt schon zum zweiten Mal gebacken. Ich habe noch nie so ein tolles Roggenbrot gegessen!!!!!
So locker, so saftig, so geschmackvol, herrlich!!!!!!!
Vielen Dank für das tolle Rezept

hajo jung

Warum fällt d. Hefeteig beim gären zusammen und geht nicht mehr auf?
Besten Dank für d. Hilfe.
Grüße hajo

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