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Restaurant de Crissier bleibt erstklassig

6. Dezember 2016 12:22

SCHWEIZ (Crissie) – Unter den Top Ten Restaurants des Rankings La Liste ist auch das Schweizer Restaurant de l’Hôtel de Ville Crissier, das bis zu seinem Suizid im vergangenen Januar von Starkoch Benoit Violier geführt wurde. Die Spitzenküche kommt auf Platz vier.

Von Ruth Preywisch

Liebevoll angerichtete Köstlichkeiten des Restaurants
Liebevoll angerichtete Köstlichkeiten des Restaurants

Auch nach dem Suizid seines Küchenchefs kann sich das Schweizer Restaurant auf Platz vier behaupten. Im vergangenen Jahr hatte der 44-jährige Violier die Liste angeführt, im Januar nahm er sich das Leben. Kurz nach seinem Tod machten Gerüchte die Runde, nach denen Violier Opfer eines Betrugs geworden sein soll, der ihn rund 1,8 Millionen Euro gekostet habe.

Violiers Witwe hatte danach angekündigt, dass das Restaurant in der Nähe von Lausanne weitermachen werde. Und es scheint, als sei sie damit erfolgreich, denn die Nobelstätte konnte in diesem Jahr auch ihre drei Michelin-Sterne verteidigen.

Die neue Rangliste wird von dem Franzosen Guy Savoy mit seinem gleichnamigen Pariser Restaurant angeführt, das im Vorjahr auf Platz vier landete. Auch zwei Institutionen aus Tokio haben es wieder unter die ersten Zehn geschafft: das winzige Kyo Aji und das Restaurant Kyubey, dessen Sushis laut La Liste gleichermassen „aussergewöhnlich und preisgünstig“ sind.

Ebenfalls dabei ist die Osteria Francescana aus Modena, die an der Spitze des britischen Gastro-Rankings der 50 besten Restaurants steht. Neben dem Restaurant de l’Hôtel de Ville ist aus der Schweiz auch noch das Cheval Blanc – Hotel Les Trois Ruis in Basel vertreten.

La Liste wurde 2015 von dem französischen Botschafter Philippe Faure gegründet. Das Ranking gilt als „Führer der Führer“, denn es erstellt keine eigenen Kritiken, sondern wertet mittels eines Algorithmus andere aus. Rund 100.000 Restaurantkritiken aus 430 Gastroführern, dazu Zeitungen und Portalen wie TripAdvisor fliessen in die Bewertung ein. In diesem Jahr erscheint La Liste in einer zweiten, erweiterten Version.

1: Guy Savoy, Paris, Frankreich
2: Kyo Aji, Tokio, Japan
2: Le Bernardin, New York, USA
3: Kyubey, Tokio, Japan
3: El Celler de Can Roca, Girona, Spanien
3: Alan Ducasse au Plaza Athénée, Paris, Frankreich
3: Osteria Francescana, Modena, Italien
3: Jean-Georges, New York, USA
4: Restaurant de l’Hôtel de Ville Crissier, Schweiz
4: Joël Robuchon, Tokio, Japan
4: Cheval Blanc – Hotel Les Trois Ruis, Basel, Schweiz
4: Régis et Jacques Marcon, St. Bonnet-Le-Froid, Frankreich
4: L’Assiette Champenoise, Tinqueux, Frankreich
4: Da Vittorio, Brusaporto, Italien

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