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Spinat

Spinat
Copyright iStockphoto @Alexey Ivanov

Allgemeines

Der Spinat, wie wir ihn in Deutschland kennen, ist ein Blattgemüse, das zur Familie der Fuchsschwanzgewächse zählt. Wer sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren will, kommt um das grünblättrige Gemüse nicht umher und vor allem in Ratgebern für die Kleinkindernährung taucht der Spinat immer wieder auf.

Für ein Blattgemüse ist er sehr reich an wertvollen Inhaltsstoffen und vor allem in Sachen Eisengehalt führt er die Tabelle innerhalb seiner biologischen Familie an. Dass Spinat Kraft verleiht, weiß jedes Kind spätestens seit Popeye dem Seemann. Ein Grund mehr, das Gemüse einmal etwas genauer zu betrachten.

Herkunft

Wie viele andere Gemüsepflanzen, die seit hunderten von Jahren in heimischen Gefilden kultiviert werden, kommt auch der Spinat ursprünglich nicht aus unserem Kulturkreis. Der Ursprung der Gattung ist aus heutiger Sicht in Südwestasien zu vermuten. Im südöstlichen Mittelmeerraum wurde er aber schon seit der frühen Antike angebaut.

Im Laufe des 9. Jahrhunderts ist der Spinat schließlich nach Europa gelangt. Zu Zeiten der größten Ausdehnung des islamischen Herrschaftsbereichs in Spanien, brachten die Araber das Gemüse ins Land, von wo aus es sich nun auch am nördlichen Mittelmeerrand entlang verbreitete. Im 13. Jahrhundert wurde der Spinat dann letztendlich zum ersten Mal im deutschen Sprachraum erwähnt, wo er von nun an nicht mehr wegzudenken war.

Heutzutage wird Spinat überall außerhalb der Tropen angebaut. Da er unter vielen klimatischen Bedingungen gedeihen kann, handelt es sich um ein Produkt, dass auf dem Exportmarkt nur wenig Berücksichtigung findet. Vielmehr decken die meisten Regionen ihren eigenen Verbrauch selbst ab.

Inhaltsstoffe

Unter den Gemüsearten wartet der Spinat mit besonders wertvollen Inhaltsstoffen auf, die reichhaltig in den Blättern vertreten sind. Verschiedene Mineralien sowie Pro-Vitamin A, Vitamin B und Vitamin C finden sich in dem Blattgemüse wieder, weswegen es ein wichtiger Bestandteil einer nährstoffreichen Ernährung ist.

Besonders viel Anerkennung erfährt der Spinat aber in erster Linie aufgrund seiner gewaltigen Eisenanteile. Mit ca. 3,5 Milligramm in 100 Gramm Spinat setzt er sich damit in der Spitzengruppe der eisenhaltigen Gemüsearten fest. Vielerorts geht man allerdings noch heute davon aus, dass der Anteil wesentlich höher sei. Diese Information geht auf einen Irrtum zurück, nachdem behauptet wurde, dass der Anteil an Eisen zehnfach so hoch sei. So wurde in alten Nährwerttabellen von 35 Milligramm pro 100 Gramm Spinat geredet. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Verwechslung mit getrocknetem Spinat.

Verzehr

Spinat ist als Nahrungspflanze in Deutschland gar nicht mehr wegzudenken und findet verschiedene Verwendungsweisen. Wenn man jedoch darauf achten will, dass besonders viele Nährstoffe in dem Gemüse enthalten bleiben, sollten bei der Zubereitung einige Dinge beachtet werden.

Oftmals wird er bis zur Unkenntlichkeit verkocht, was ihm fast gänzlich jeden Effekt nimmt. Die frischen Blätter sollten eigentlich nur kurz im kochenden Wasser schwimmen – dabei reichen zwei Minuten schon aus – und im Nachhinein im kalten Wasser abgeschreckt werden. Diese Vorgehensweise kommt nicht nur der Gesundheit zugute. Durch die Art der Zubereitung erhält man eine optisch ansprechende Beilage, die sogar eine Restbissfestigkeit mitbringt.

Noch besser wäre es, den Spinat erst gar nicht mit dem Wasser in Berührung kommen zu lassen. Blanchierter Spinat schmeckt am besten und sieht nach der Zubereitung immer noch appetitlich aus. Gesund und schmackhaft ist auch die Verwendung als Salat. Wer dabei auf ein kleines Schmankerl nicht verzichten möchte, kann die Samen des Spinats als Sprossen dem Salat hinzufügen. Das Blattgemüse lässt sich übrigens auch wunderbar einfrieren, ohne dabei viele Nährstoffe zu verlieren.

gesundheitlicher Nutzen

Selbst als Heilpflanze hat der Spinat eine weitreichende Tradition. Vor allem im Magen-Darm-Trakt erfüllte er wertvolle Dienste. Während die Blätter des Spinats gegen Blähungen eingesetzt werden können, dienen die Samen als natürliches und verträgliches Abführmittel.

Selbst ein Einsatz als fiebersenkendes Mittel bringt Erfolge mit sich. Darüber hinaus ist Spinat eine echte Nervennahrung, die bei Konzentrationsproblemen und andauerndem geistigen Anspruch eingesetzt werden kann. Auch bei Durchblutungsstörungen, die sich in Form von kalten Gliedmaßen äußern, wird gerne auf Spinat als natürliches Heilmittel zurückgegriffen. Die medizinische Anwendung sieht dabei vor, besonders viele Inhaltsstoffe aus dem Spinat zu extrahieren.

So empfiehlt es sich, die Spinatblätter mit wenig Wasser zum Kochen zu bringen und gegebenenfalls etwas Wasser nachzuschütten, falls das bestehende verdampft ist. Nach etwa 30 Minuten sollte die Pampe mit dem Kartoffelstampfer bearbeitet werden, um möglichst viel Flüssigkeit aus dem Spinat zu pressen. Leicht abgekühlt ist die Flüssigkeit als Medikation geeignet. Diese ist zwar nicht wohlschmeckend, erfüllt aber dennoch ihren Zweck.

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