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Rotbarsch

Rotbarsch
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Allgemeines

Der Rotbarsch gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Speisefischen in unserem Sprachraum. Dieses Bild beginnt sich aber langsam zu wandeln. Der Grund ist jedoch auf keinen Fall die Qualität des Fleisches, sondern vielmehr der Bestand der bedrohten Tierart. Die Erträge der Fischer werden immer kleiner, was sich auch auf den Preis umschlägt. Diesbezüglich ist der Rotbarsch inzwischen vergleichsweise hoch angesiedelt, so dass immer mehr Menschen lieber auf den Kabeljau und den Seelachs zurückgreifen.

Wer dennoch nicht auf die Delikatesse verzichten möchte, hat in nahezu jeder gut sortierten Fischtheke Erfolg. Geboten wird ein festes Fleisch mit leichten Rottönen und einem ganz individuellen Geschmack. Nicht nur aus kulinarischer, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht, kann der Verzehr nur empfohlen werden.

Charakteristika

Die goldrote Färbung der Haut des Rotbarsches ist verantwortlich für die Betitelung Goldbarsch, unter der der Fisch ebenso geführt wird. Neben der Farbe stechen in erster Linie die vielen Stacheln ins Auge. Sie befinden sich auf den Flossen und kommen vor allem auf der mächtigen Rückenflosse zur Geltung. Hieran sollte man sich nicht verletzen, denn die Stacheln beinhalten einen Gift, dass auch dem Menschen empfindliche Schäden zufügen kann. Bei der Verarbeitung ist also höchste Vorsicht geboten.

Rotbarsche sind in der Regel 45 Zentimeter lang und bringen um die 6 Kilogramm auf die Waage. Bei diesen Angaben handelt es sich aber nur um die Fische, die tatsächlich gefangen werden. In den Tiefen des Ozeans tummeln sich Exemplare, die vereinzelt eine Länge von einem Meter erreichen und bis zu 15 Kilogramm auf die Waage bringen.

Verbreitung und Lebensweise

Die Heimat des Rotbarsch ist die südliche Barentssee. Niedergelassen hat er sich an den Küsten Norwegens, östlich von Grönland und rum um Island herum. Darüber hinaus ist er ebenso an der Ostküste Kanadas anzutreffen. Hier reicht sein Ausbreitungsgebiet weiter südlich bis nahezu auf die Höhe New Yorks.

Im Grunde genommen bevorzugt er Temperaturen um 4 Grad Celsius. Da diese aufgrund des Wasserdrucks in den Tiefen des Ozeans gegeben sind, findet man ihn meist um die 600 Meter unter dem Meeresspiegel. Junge Fische leben besonders küstennah. So ist es zu erklären, dass gerade diese Tiere Fischern oft ins Netzt gehen und niemals ihre eigentliche Größe erreichen können.

Vor allem in der norwegischen Fischerei erfolgte diesbezüglich ein Umdenken. Nun werden Netze eingesetzt, die allen Fischen einen Ausweg bieten, die eine bestimmte Größe noch nicht erreicht haben. Es bleibt abzuwarten, ob das Problem der Überfischung damit gelöst werden kann. Fakt ist jedoch, dass sich gerade beim Rotbarsch etwas tun muss.

Inhaltsstoffe

Wenn man die Inhaltsstoffe des Rotbarsches näher betrachtet, fällt sofort der hohe Selengehalt auf. Selen trägt im entscheidenden Maße zu einem gut funktionierenden Immunsystem bei. Bereits in 100 Gramm Rotbarschfleisch befindet sich ausreichend Selen, um den Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen abzudecken.

Ein Blick auf den Fettgehalt liefert durchschnittliche Werte. Der Rotbarsch enthält einen Anteil von etwa 5 Prozent Fett, das allerdings besonders gut verdaubar ist. Eine Besonderheit liegt in der Tatsache, dass der Rotbarsch ein Hochseefisch ist. So ist er nur peripher von Umweltverschmutzungen und anderen Auswirkungen menschlichen Handelns beeinflusst, so dass Verunreinigungen und Zivilisationskrankheiten bei dem Fisch nicht vorkommen. Wenn man also die Frage nach den Inhaltsstoffen stellt, besteht das Augenmerk in diesem Fall auch darin, was nicht im Fleisch des Speisefisches enthalten ist.

Einkauf

Die meisten Speisefische kann man bei hochwertigen Händlern im Ganzen beziehen. Dann ist es einfach einen frischen Fisch von einem alten Fisch zu unterscheiden. Rote, feuchte Kiemen und glasige Augen sind beachtenswerte Indikatoren, die schon auf den ersten Blick viel verraten.

Ganz so einfach ist es beim Rotbarsch aber nicht. Wegen seiner giftigen Stachel wird er nur sehr selten am Stück angeboten. In der Regel wurde er bereits ausgenommen und in der Kühltheke findet sich lediglich das rosarote Fleisch des Fisches wieder. Aber auch hier gibt es einige Indikatoren, die Aufschluss über die Frische liefern können. So sollte das Fleisch fest sein, keine Verfärbungen aufweisen und einen angenehmen Duft versprühen. Riecht es zu fischig, ist von einem Kauf abzuraten, da der Rotbarsch dann seine beste Zeit schon hinter sich hat.

Verzehr

Wie viele andere Fische auch, ist frischer Rotbarsch nur sehr eingeschränkt haltbar. Länger als zwei Tage sollte man ihn auf keinen Fall im Kühlschrank aufbewahren und schon beim Transport vom Ort des Kaufs nachhause sollte sichergestellt werden, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Bei der eigentlichen Zubereitung kann man nicht viel falsch machen. Klassischer Weise wird der Rotbarsch gerne paniert und gebraten. Dazu passen Salzkartoffeln und eine Remouladensauce. Der Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt. So bieten sich zahlreiche weitere Zubereitungsmöglichkeiten an, die sich in vielen einfallsreichen Rezepten widerspiegeln. Auch gekocht und gedünstet ist der Rotbarsch eine echte Gaumenfreude und selbst im Ofen lassen sich fabelhafte Ergebnisse erzielen.

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