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Rettich

Rettich
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Allgemeines

Beim Rettich handelt es sich um eine einjährige bis zweijährige Pflanze, die in verschiedenen Sorten auftritt. Dabei darf er nicht mit den Radieschen verwechselt werden, auch wenn eine direkte Verwandtschaft besteht. Jedoch sind beide Pflanzen gänzlich unabhängig voneinander entstanden und weisen eine stark abweichende Optik auf.

So wie die Radieschen gehört aber auch der Rettich zu den Kreuzblütengewächsen. Der essbare Teil ist die unterirdische Rübe, die sich, je nach Sorte, in Sachen Farbe und Größe unterscheiden kann. Es handelt sich aber stets um eine eher längliche, fleischige Rübe.

Herkunft

Ursprünglich kommt der Rettich aus dem Mittelmeerraum. Seine geschichtliche Heimat ist vermutlich Ägypten, von wo aus er sich aber schnell über das nördliche Afrika bis nach Europa verbreitet hat. In der Folgezeit hat er auch seinen Weg in das vordere Asien gefunden, so dass sein natürliches Ausbreitungsgebiet bis nach Pakistan reicht.

In gemäßigten Breiten wird der Rettich heutzutage nahezu überall auf der Welt kultiviert. Inzwischen ist er selbst in der asiatischen Küche ein fester Bestandteil, jedoch wird das Rübengemüse hier anders verwendet, als es im mitteleuropäischen Raum der Fall ist. In Deutschland wird der Rettich gerne in privaten Gärten angepflanzt. Der Anbau gestaltet sich als sehr unkompliziert, was zu der Beliebtheit natürlich beiträgt.

Hierzulande wartet der Rettich mit einer durchschnittlichen Länge von 30 Zentimetern auf, womit man sich in Bayern aber oftmals nicht zufrieden gibt. Im Freistaat ist der pro Kopf Konsum innerhalb Deutschlands am höchsten und es kommt gerne einmal ein wahrer Koloss auf den Tisch, der bis zu einem Meter Länge vorweisen kann.

Inhaltsstoffe

Der Vitamin C Gehalt von Rettich liegt vergleichsweise nicht sonderlich hoch bei 29 Milligramm pro 100 Gramm. Trotzdem reicht schon eine Portion von 400 Gramm aus, um den Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen zu decken. Im wesentlichen dreht sich beim Rettich jedoch alles um andere Inhaltsstoffe, die eine sehr gesundheitsfördernde Wirkung auf den Tisch bringen. Gemeint sind drei verschiedene Senföle. Diese sind für die Schärfe verantwortlich.

Aber auch weitere essentielle Inhaltsstoffe sind in der stolzen Rübe vertreten. So enthält das Gemüse nennenswerte Mengen an Calcium, Magnesium, Eisen, Kalium und Natrium. Oftmals wird der Geruch von frischem Rettich als unangenehm empfunden. Die vielen gesundheitsdienlichen Inhaltsstoffe machen diesen vermeintlichen Nachteil jedoch wieder weg.

Sorten

In Supermärkten und im Gemüsefachhandel ist Rettich das ganze Jahr über zu haben. Tatsächlich gibt es zu jeder Jahreszeit mindestens eine Rettichsorte, die Saison hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle anderen Arten nicht gekauft werden können. Außerhalb der Saison kommen diese dann jedoch aus dem Gewächshaus.

Im Zeitraum von April bis Juli sind weiße bis blass-rosafarbene Rettiche zu haben. Von Juli bis September folgt dann der Herbstrettich, den es in weiß und einem knalligeren rosa gibt. Der Winterrettich hat dann von Oktober bis März Saison, so dass die ganzjährige Versorgung mit frischem Rübengemüse gewährleistet werden kann. Die winterlichen Sorten gibt es im übrigen auch mit schwarzer und brauner Schale.

Zubereitung

In heimischen Gefilden wird Rettich am liebsten roh verzehrt. Gerade in Bayern kommt er sehr häufig zur Brotzeit auf den Tisch und erfreut sich auch der Rolle als beliebte Beilage zu Brezeln und einer Maß Bier. Oftmals wird das Rübengemüse aufwendig verziert, schließlich lädt es geradezu dazu ein, mit gekonnter Schnittkunst optische Akzente zu setzen.

Bevor der Rettich jedoch verzehrt werden kann, sollte er geschält und gewaschen werden. Großzügiges Salzen mildert die Schärfe ab, wodurch der Rettich auch für sensiblere Gaumen erträglich wird. Dabei muss aber beachtet werden, dass Salz die verschiedenen Senföle hemmt. Eben jene sind es, die eine gesundheitsfördernde Wirkung mit sich bringen, so dass dieser Effekt nicht unbedingt gewollt wird.

Während in Deutschland die Verwendung auf einer kalten Platte, oder im Salat, im Vordergrund steht, wird der Rettich in anderen Teiler der Welt ganz anders zubereitet. Dabei lohnt es sich einen Blick auf fernöstliche Rezepte zu werfen. Rettich macht sich prima als Zutat für eine frische Frühlingsrolle und auch die Verwendung in Wok-Gerichten kann durchaus empfohlen werden.

Senföle

Die Inhaltsstoffe des Rettichs bieten vielfältige Vorteile für die Gesundheit. So verfügt der Rettich als ganzes über eine antibiotische Wirkung, die sogar bei manche antibiotikaresistente Bakterien Abhilfe verspricht. Außerdem wirkt er gallentreibend und trägt maßgeblich zu einer gesunden Verdauung bei.

Auch die Leber profitiert von dem rübenförmigen Alleskönner. Direkte Linderung spürt man vor allem dann, wenn man Rettich gegen Heiserkeit und Schleim im Rachenbereich einsetzt. Die schleimwirkende Wirkung ist unbestritten und kommt vor allem in flüssiger Form zur Geltung. Es gilt daher als echter Geheimtipp, Rettich bei der Zubereitung eines Smoothies heranzuziehen. (Zitrus-) Fruchtsäfte gemischt mit püriertem Ingwer und Rettich bilden einen hochwirksamen Cocktail bei Erkältungen und Verstopfungen der Nasennebenhöhlen.

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