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Supremo – das abenteuerliche Lebenselixier Kaffee

Supremo – das abenteuerliche Lebenselixier Kaffee
Copyright Supremo

Gibt es moderne Schatzsucher? Ja. Sie suchen jedoch nicht nach Gold und Juwelen, sondern nach kostbaren Kaffeebohnen. Nach dem einzigartigen Geschmack, den man nur entdeckt, wenn man sich zu kleinsten Kaffeebauern aufmacht, die ihre Bohnen noch mit Liebe und Sorgfalt anbauen. Die Mitglieder der Familie Braune aus Unterhaching sind solche Schatzsucher. Ihre Schatzkammer heisst Supremo.

Die Reise ist weit. Mehr als 9.500 Flugmeilen liegen hinter ihnen. Und noch ist das Ziel nicht erreicht. Von San José, der Hauptstadt Costa Ricas, geht es mit dem Pick Up weiter. Durch kleine Dörfer mit bunten Häusern. Über holprige, teils spärlich befestigte Strassen, die immer wieder nur Schritttempo erlauben. Raus ins Hinterland. Nach zwei Stunden endet die Fahrt – die Reise aber noch längst nicht.

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Zu Fuss oder mit dem Pferd führt der enge Pfad mitten hinein ins grüne Herz des Landes. „Hier braucht man viel Zeit für wenige Kilometer“, lacht Raphael Braune herzlich bei der Erinnerung an seine Expedition.

Er ist einer der passionierten „Kaffee-Jäger“ der kleinen, aber sehr feinen Familienrösterei Supremo aus Unterhaching bei München, denen kein Weg zu weit ist für ihr Ziel: Die besten Grand Cru-Kaffees dieser Welt zu finden.

Je entlegener, je höher, je steiler, je versteckter – scheint ihre Devise zu lauten. Doch eigentlich ist es die ihrer Kaffeebauern. Bauern, bei denen nicht die Vernunft oder der Weg des geringsten Widerstands den Ton angibt, sondern pure Leidenschaft, Stolz und Liebe für das, was sie tun.

Das Beste liegt in der Ferne

 Bei der Arbeit
Bei der Arbeit

Der intensive, süsse Duft von Orangen steigt einem in die Nase. Angekommen am Ziel. Der Blick richtet sich ins satte Grün einer unglaublichen Landschaft. Steile Hänge, die vor Fruchtbarkeit nur so strotzen.

„Es ist jedes Mal ein Abenteuer, bis wir bei einem unserer Bauern ankommen. Aber was uns dann erwartet, entschädigt für jegliche Strapazen. Offene, herzliche Menschen, die sich riesig freuen, dass wir uns selbst zu ihnen auf den Weg gemacht haben.

Erfahrungen, die man nie wieder hergeben wird – und jedes Mal kommen wir mit so vielen Eindrücken und neuen Ideen nach Hause. Und vor allem mit ganz besonderen Kaffees.“ Rückblick Heimat. Die Geschichte der Familie Braune und ihrer Kaffee-Manufaktur beginnt mit Mut. Dem Mut, alles was davor war loszulassen und sich gemeinsam aufzumachen. 2005 legte die gesamte Familie den Grundstein für die eigene Kaffeerösterei Supremo.

„Jeder von uns besass Fähigkeiten, die zusammen eine gute Basis für dieses Vorhaben ergaben“, erzählt Raphael Braune. Also mieteten sie einen Teil eines alten Fabrikgebäudes „und fingen einfach mal an.“ Was so leicht und unbedarft klingt, wurde bald ernst. Denn das kleine Familienunternehmen avancierte in kürzester Zeit zu einer der besten und vielfach ausgezeichneten Kaffeeröstereien des Landes. Ihr Credo dabei: „Nur beste Rohkaffees zu fairen Preisen, frisch und schonend geröstet.“ Von Kompromissen „halten wir nichts“, lacht Raphael Braune.

Reisen in entlegene Anbaugebiete, die direkt zu den Kaffeebauern führen, gehören von Anbeginn dazu. „Wir haben alle Spezialitäten-Kaffees der Welt in unserem Sortiment“, erzählt der bekennende Kaffeeliebhaber Braune. „Aber was uns begeistert sind Kaffees von wirklich herausragenden Anbaulagen, die schwer zu kriegen sind.“

Mehr als nur bio

Hier werden Kaffee-Träume wahr
Hier werden Kaffee-Träume wahr

Aber wie kommt man an so seltene Bohnen? „Wir haben uns mit viel Mühe ein Netzwerk aufgebaut. Grundlage dafür sind zwei Kaffeewettbewerbe, bei denen wir als Juroren aktiv mitarbeiten.“ Zum einen der internationale „Cup of Excellence“ und der eigens initiierte Wettbewerb, die „Micro-Lot Challenge“.  Aus unzähligen Kaffeeproben suchen die Experten dann ihre Kaffees und entdecken dabei die Menschen dahinter.

„Wir kennen jeden unserer Bauern, ihre ganze Familie und die Felder, auf den die Pflanzen wachsen.“ Dieser unmittelbare Kontakt bietet nachhaltige Chancen in verschiedener Hinsicht: Zum einen können die Braunes Einfluss auf den Anbau und somit die Ware nehmen, die sie kaufen. Und: „Am Anfang dachten wir fair trade und bio reichten aus, aber das allein war uns nicht transparent genug.

Logos sind das eine. Nun haben wir aber ein Gesicht zu unseren Bohnen und können selbst und direkt faire Preise mit den Bauern vereinbaren.“ Viel Mühe für einen guten Kaffee, denn nicht selten bringt der Ertrag dieser entdeckten Miniprojekte lediglich zehn bis 15 Sack Kaffee ein. „Raritäten suchen, das ist unsere Kernaufgabe. Limitierte Ernten. Erlesene Kaffees, die sonst keiner bekommt.“

Das Besondere bleibt besonders

So gelangen die grünen Rohkaffees direkt vom Bauern in die familiär geführte Rösterei in Unterhaching. Um diese Frische weiter gewährleisten zu können, entwickelten die Braunes  – gemeinsam mit der Kaffee-Universität in Brasilien – einen in Europa einmaligen Rohkaffee-Humidor. „Er funktioniert tatsächlich wie ein Zigarren-Humidor“, erklärt Braune. Darin ruhen die ca. 130 Rohkaffees im perfekten Klima – dunkel, kühl, feucht und in sorgfältig bewegter Luft – bis zur Bestellung.

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Erst dann werden die Bohnen schonend und langsam geröstet. Denn im Gegensatz zur Grossindustrie, die riesige Mengen innerhalb von zwei Minuten heiss röstet und dann mit Wasser kühlt, ist auch hier der Manufaktur-Gedanke tragend. In kleinen, gusseisernen Röstöfen mit Gasbefeuerung werden die einzelnen Bohnen-Chargen für etwa 20 Minuten bei 180 bis 200 Grad punktgenau durchgeröstet, damit der Kaffee kräftig und bekömmlich ist.

Fingerspitzengefühl ist hier gefragt, denn es geht darum, den perfekten Moment abzupassen. Die Bohnen dürfen nicht zu hell und nicht zu dunkel sein. „Und selbst dann sind wir noch nicht zufrieden“, grinst Raphael Braune. „Denn wir haben ja noch unser Labor.“ Hier probieren die Tüftler unermüdlich neue Mischungen, Sorten und Röstprofile aus. Nehmen die Bohnen auseinander, setzen sie wieder zusammen, bauen um und machen das Perfekte noch perfekter. „Wir stehen eben auf gnadenlose Qualität“, meint er verschmitzt.

Weitere Informationen unter supremo-kaffee.de , zu beziehen in der Schweiz über: homebaristashop.ch

 

Über die Autorin

Es gibt sie ganz selten. Doch Anja Hanke hat das grosse Glück zu ihnen zu gehören: Den Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten.

Sie liebt gutes Essen, handgefertigte Weine, erlesene Produkte und diese Verbindung an den verschiedensten Orten dieser Welt einzufangen – und für ihre Leser genussvoll aufzubereiten.

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