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Der Organisationsguide für unbeschwerte Feiertage

Der Organisationsguide für unbeschwerte Feiertage
Copyright iStockphoto Djordje_Stojiljkovic

Normalerweise lasst ihr euch während der Feiertage ja gerne bekochen, aber dieses Jahr seid ihr plötzlich Gastgeber? Mit unseren 7 Schritten zum Erfolg kein Problem.

Von Sophia Spillmann

Wer kennt es nicht? Man stöbert durch Kochbücher und das Internet auf der Suche nach Inspiration für die Küche und findet eine Vielzahl scheinbar perfekter Rezepte für jeden Anlass. Da wird einem ein verlockendes Resultat in Form eines klassischen Gerichts mit dem gewissen Twist präsentiert, das nicht nur wenig Vorbereitung erfordert, sondern auch noch schnell geht und angeblich absolut gelingsicher ist.

Nach einigen Jahren Küchenerfahrung wird sicher nicht nur die Autorin dieses Artikels die Erfahrung gemacht haben: Es ist selten so leicht, wie man es gerne hätte. Zumindest, wenn man nicht zu den talentierten Hobbyköchen dieser Welt zählt sondern eher zu denen, die zwar gerne essen, aber sich selber vor allem an Salat-Gerichte halten.

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Kein Grund zur Panik, in Restaurants kann man schliesslich auch ganz gut essen. Und überhaupt, sich bekochen zu lassen ist doch auch was. Nun haben es die Festtage so an sich, dass sich die Events häufen, in denen Freunde und Familie verköstigt werden. Und da kann es natürlich passieren, dass man sich nach Jahren des bekochen lassens (immerhin hat man ja ein paar Flaschen Wein mitgebracht, um das schlechte Gewissen zu besänftigen) in der Situation befindet, selbst den Kochlöffel schwingen zu müssen.

Unangenehm. Aber absolut im Bereich der Möglichkeiten. Nun gibt es zwei Optionen: Die eigenen Unzulänglichkeiten zugeben und Spaghetti Miraculi servieren. Oder aber, mit etwas Organisation und gutem Willen etwas zaubern, was einem Festtagsmenu irgendwie ähnelt. Mit unseren Tipps schafft ihr es, eine grössere Truppe zu verköstigen, auch wenn ihr keine Küchengötter seid.

1. Plant euer Menu rechtzeitig, investiert beim Einkauf in gute Qualität

Hochwertige Produkte zahlen sich aus
Hochwertige Produkte zahlen sich aus

Gutes Fleisch bzw. Fisch muss oft bestellt werden, das heisst ihr solltet euer Menu nicht am selben Tag spontan auf die Beine stellen. Tut euch und euren Gästen den Gefallen und kauft nicht beim Discounter: Wenn das Gemüse nicht frisch und das Fleisch/Fisch von minderer Qualität sind, wird man das auf jeden Fall merken, egal wie viel Mühe ihr euch bei der Zubereitung gebt. Kauft reichlich – nichts ist peinlicher und der guten Stimmung weniger zuträglich, als hungrige Gäste.

2. Eine Vorspeise mit dem gewissen Etwas

Eine gelungene Vorspeise führt dazu, dass sich die Gäste entspannt zurücklehnen. Der erste Hunger ist gestillt, der Erwartungsdruck sinkt. Und es muss nicht mal kompliziert sein: Ein einfacher Salat ist schnell gemacht und kann zum Beispiel mit Croutons, gebackenem Ziegenkäse oder sogar einigen Garnelen am Spiess schnell aufgewertet werden. Dazu noch ein gutes Dressing und Voila, den ersten Gang habt ihr schon mal erfolgreich überstanden.

Noch ein paar Ideen gefällig? Bitte sehr:
Caesarsalat mit Hähnchen, Avocado und Croutons
Taboule mit Bulgurweizen und frischem Gemüse

3. Hauptgang: Besser einfach aber gut als anspruchsvoll und schlecht

So herrlich es auch klingt, die Gäste zu Kalbsfilet auf Gemüse mit Trüffel-Kartoffelchips einzuladen, empfehlen wir doch, diese etwas komplizierteren Gerichte dem geübten Hobbykoch zu überlassen. Sofern ihr kein vegetarisches Gericht kochen möchtet, gilt zu überlegen, welches Fleisch bzw. Fisch einfach und relativ gelingsicher zubereitet werden kann.

Und auch bei den Beilagen ist Vorsicht geboten. Haltet euch fern von heiklen Angelegenheiten wie Meeresfrüchten und grossen Stücken Fleisch, die als Ganzes gegart werden müssen. Die Garzeit ist für Anfänger nicht einfach zu bestimmen, was schnell mit einem Desaster enden kann.

Bei Geflügel empfiehlt es sich, eher zu Schenkeln als zu Brust zu greifen, neigen Bruststücke doch zur Trockenheit. Gerade bei Filetstücken vom Rind ist es wichtig, die Temperatur und Garzeiten genaustens zu berücksichtigen, damit aus dem guten Stück Fleisch kein ledriger Lappen wird. Nudeln und Kartoffeln gelingen leichter als beispielsweise Reis, der gerne mal pappig wird oder anbrennt.

Auch hier haben wir wertvolle Hilfestellungen:
Schritt für Schritt Anleitung zum richtigen Braten von Filetsteaks

4. Die Sauce machts

Je nachdem, was ihr kocht entsteht möglicherweise eine Sauce im Prozess, die nur noch verfeinert werden muss. Das ist beispielsweise bei vielen Ofen-Gerichten so. Aber auch sonst kann man Saucen verhältnismässig leicht herstellen und erfahrungsgemäss lassen sich mit einem leckeren Sösschen Problemzonen wie fades Gemüse oder trockenes Fleisch zumindest teilweise übertünchen. Eine Béchamelsauce beispielsweise ist schnell gemacht und lässt sich mit einem Fisch-, bzw Fleischfond und einem Schuss Weisswein leicht verfeinern. Hier geht’s zur Anleitung!

5. Herd vs. Ofen

Das wunderbare an vielen Ofengerichten ist, dass sie unaufwändig sind. Vorbereitetes Essen in den Bräter bzw. aufs Blech – und das war‘s eigentlich schon. Die dadurch gewonnene Zeit kann hervorragend genutzt werden, um die Küche aufzuräumen, den Tisch zu decken etc. Muss man hingegen mit Töpfen und Pfannen hantieren, bedeutet das nicht nur mehr Abwasch, sondern in der Regel auch aufmerksame und pausenlose Überwachung des Geschehens. Nicht sehr zuträglich, wenn man sich gleichzeitig noch seiner Rolle als Gastgeber widmen muss.

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Auch für den Ofen haben wir einige Ideen:
gebackener Rotbarsch
Lammkotelett auf Gemüsebett
Quiche mit Artischockenherzen, Feta und Pilzen

6. Ein Dessert, das vorbereitet werden kann

Desserts lassen sich wunderbar vorbereiten
Desserts lassen sich wunderbar vorbereiten

So verlockend auch Crèpes oder Waffeln als Dessert klingen mögen, sollten sie doch warm serviert werden – und den zusätzlichen Stress gilt es tunlichst zu vermeiden. Greift zu Nachtischen wie Panna Cotta, Mousse au Chocolat oder Tiramisu, die man auch am Morgen vorbereiten und attraktiv anrichten kann, so dass sie am Abend nur noch aus dem Kühlschrank geholt werden müssen.

7. Wein muss sein

Wunschlos glücklich werden eure Gäste, wenn sie den Gaumenschmaus mit einem passenden Wein herunterspülen können. Bonuspunkt: Es ist zweifelsfrei erwiesen, dass die Anzahl der geleerten Weingläser mit der positiven Bewertung eurer Leistungen als Koch korreliert.

Und hier geht’s zur Übersicht welcher Wein zu welchem Fleisch passt.

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