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Die Welt des Tees – Entdecken, erleben, geniessen

Die Welt des Tees – Entdecken, erleben, geniessen
Copyright iStockphoto lunanaranja

Tee gehört zu den ältesten Getränken der Welt, seine Geschichte reicht zurück bis ins alte China. Seine Bekömmlichkeit, die feinen Geschmacknuancen und gesunde Wirkung machen ihn zum meist konsumierten Getränk der Welt neben Wasser.

Um die Entstehung des Tees ranken sich zahlreiche Legenden. Ob es nun ein chinesischer Kaiser war, dem versehentlich einige Teeblätter in sein abgekochtes Wasser fielen oder ein indischer Prinz, der auf seinen Reisen durch China Teeblätter kaute und dabei deren belebende Wirkung entdeckte – fest steht, dass China das Mutterland des Tees ist.

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Erste Aufzeichnungen über eine Teesteuer stammen bereits aus dem dritten Jahrhundert vor Christus. Seine Blütezeit erlebte der Tee hier während der Tang Dynastie (620-907 n. Chr.). Nach Europa kam er hingegen erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit der Gründung der Holländischen Ostindischen Kompanie. Im Zuge der Kolonialisierung verbreiteten die Europäer den Tee dann weltweit.

Die wichtigsten Anbaugebiete

Heute sind China, Indien, Sri Lanka, Taiwan und Japan die Hauptanbaugebiete für verschiedenste Teesorten.

Arbeiter bei der Teeernte in Darjeeling, Indien
Arbeiter bei der Teeernte in Darjeeling, Indien
  • Zu den weltweit bekanntesten Teesorten gehören Darjeeling und Assam, die im Norden beziehungsweise Nordosten Indiens angebaut werden. Assam wird auf rund 2.000 Plantagen auf einer Hochebene in 1.000 Meter Höhe angebaut. Das Anbaugebiet Darjeeling erstreckt sich um die gleichnamige Stadt an den Südhängen des Himalaya.
  • Als Ceylon 1972 in Sri Lanka umbenannt wurde, war der Ceylon Tee schon so bekannt, dass sein Name beibehalten wurde. Früher war Sri Lanka der grösste Teeproduzent der Welt, musste die Produktion aber aufgrund politischer und wirtschaftlicher Probleme reduzieren, baut dafür heute aber erstklassige Tees an. Rund um den Berg Adam’s Peak wachsen die Teesträucher auf einer Höhe zwischen 550 und 2.000 Meter. Die besten Tees kommen aus den Regionen Dimbula, Nuwara Eliya und Uwa mit Lagen über 1.500 Meter.
  • Taiwan baut seit zirka 300 Jahren Tee an, daher trägt auch er noch den alten Namen der Insel: Formosa. Die Spezialität Taiwans ist der Oolong, aber auch Grüntees in hohen Qualitätsstufen werden hier geerntet.
  • Chinas grösster Teeproduzent ist die Provinz Fujian. Von hier stammen viele bekannte Sorten wie Weisse, Grüne, Oolongs, Jasmin und Schwarze Tees.
  • Die bekannteste Sorte Japans ist der Sencha. Er wird in verschiedenen Regionen angebaut, die ertragreichste ist Shizuoka, westlich von Tokio. Der Löwenanteil der japanischen Teeproduktion bleibt übrigens im Land und nur zwei Prozent der jährlichen Ernte werden exportiert.

Die bekanntesten Sorten

So unterschiedlich die Anbaugebiete des Tees, so vielfältig sind auch seine Aromen. Von mild-blumig bis kräftig-würzig ist für jeden Geschmack etwas dabei. Tee wird dabei in die folgenden Sorten unterteilt:

  • Weisser Tee gilt als ältester und edelster der Welt und hat seinen Ursprung in China. Er wird, genau wie Grüner und Schwarzer Tee, aus der Kamelienpflanze Camellia sinensis gewonnen. Die drei Teesorten unterscheiden sich jedoch in ihrer Verarbeitung. Weisser Tee gilt als besonders gesund, da er zahlreiche Vitamine und Mineralien enthält. Zubereitet wird er idealerweise mit rund 70 Celsius warmem Wasser, die Ziehzeit beträgt zwei bis fünf Minuten. Die Blätter des Weissen Tee können mehrfach aufgegossen werden und jeder Aufguss entwickelt leicht unterschiedliche Aromen.
  • Grüner Tee ist ein Sammelbegriff für bis zu 1.000 Sorten, die geschmacklich zwischen chinesischem und japanischem unterschieden werden. Die Chinesen lieben ihren Grüntee herb-rauchig und leicht blumig, während die Japaner eine grasig-frische Note bevorzugen. Die ideale Wassertemperatur liegt zirka 80 Grad und die Ziehzeit sollte nicht mehr als drei Minuten betragen.
  • Oolong gehört zu den vielseitigsten Teesorten. Nach der Form des Blattes werden Blatt-Form und Kugel-Form unterschieden. Oolong-Tees werden bei ihrer Herstellung nur zum Teil oxidiert. Je nach Oxidationsgrad unterscheidet man zwischen grünem und dunklem Oolong. Grüner Oolong bietet einen feinen Geschmack mit vielen blumigen Aromen, während dunkler Oolong deutlich komplexer ist.
  • Schwarzer Tee gehört rund um den Globus zu den beliebtesten Getränken. Seine qualitativen und geschmacklichen Unterschiede ergeben sich aus den verschiedenen Anbaugebieten. Als „Champagner unter den Schwarztees“ gilt der Darjeeling. Schwarztees sollten mit kochendem Wasser aufgegossen werden und dann etwa drei Minuten ziehen.

Was bedeutet eigentlich…

First Flush, Broken oder FTGFOP? Hinter diesen Bezeichnungen verbergen sich Angaben zu Blattgraden und Erntezeiten des Tees, die wiederum deutliche Rückschlüsse auf seine Qualität zulassen.

Grundsätzlich wird zwischen Blatt-Tees und Broken-Tees unterschieden. Broken-Tee ist ergiebiger und zieht schneller, Blatt-Tee bietet die feineren Aromen. Broken werden durch ein „B“ gekennzeichnet.

Blatt-Tee wird in die Blattgrade Orange (O), Pekoe (P), Flowery (F), Golden (G) und Tippy (T) unterteilt. FOP, GFOP und TGFOP sind dünne, drahtige Blätter mit Tips. Als „Tip bezeichnet man die gold- oder silberfarbenen, sichtbaren Blattspitzen, die weniger Gerbstoff besitzen und sich beim Fermentieren deshalb dunkel färben. OP bezeichnet Tee mit ganzem Blatt ohne Tips und Tees mit den Bezeichnungen P und FP haben kürzere, gröbere Blätter und sind kräftiger im Aufguss.

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Der Erntezeitpunkt beeinflusst Farbe und Geschmack des Tees und wird daher ebenfalls angegeben. First Flush wird im Frühling von März bis Mitte April gepflückt und ist frisch und spritzig. Diese Tees sind qualitativ meist hochwertig, können aber nicht lange gelagert werden, da sie schnell ihre Aromen verlieren.

Second Flush, gepflückt zwischen Mai bis Juni, gelten daher die hochwertigsten Tees, denn sie sind lange lagerfähig. Ihr Kennzeichen ist ein kräftig-würziges Aroma. Autumnal wird im Oktober und November geerntet. Er gehört nicht unbedingt zu den hochklassigen Tees, hat jedoch einen ausgeprägten, vollmundigen Charakter.

Über die Autorin

Jeannine Linnepe ist redaktionell seit Jahren in der Außer-Haus-Branche aktiv, unter anderem als Stammautorin der Ausgehführer „Bochum geht aus!“ und „Dortmund geht aus!“.

Neben guten Hotels und Restaurants, welche die freie Journalistin regelmäßig testet und bewertet, gelten ihre besonderen Vorlieben vor allem dem Reisen und der Whiskyszene.

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